1. Was versteht man unter psychosozialer Beratung?

    Psychosoziale Beratung, psychologische Beratung und Lebens- und Sozialberatung sind drei unterschiedliche Begriffe, die allesamt dasselbe bedeuten und synonym verwendet werden können. Man versteht darunter professionelle Unterstützung durch Beratung und Begleitung in schwierigen oder belastenden Lebenssituationen mit dem Ziel eine eigene Bewältigungsstrategie zu entwickeln, die es ermöglicht mit der Situation unter Berücksichtigung der eigenen Ressourcen adäquat umzugehen. 

  2. Was ist psychosozialen Beratung NICHT?

    Psychosozialer BeraterInnen behandeln keine psychischen Störungen. Dies ist nur den Ärzten, Psychotherapeuten und Psychologen vorgesehen. Auch geben psychosozialer BeraterInnen ihren Klienten keine konkreten Lösungen in die Hand. Das können Sie auch nicht, denn: Was für Klienten in einer bestimmten Situation richtig ist, können nur sie selbst wissen. Sie sind die Experten für ihr eigenes Leben. Man kann jedoch darin unterstützen, Prozesse in Gang zu setzen, die diese Entwicklung fördern.
  3. Ist psychosoziale Beratung eine Kassenleistung und kann ggf. mit der Krankenkasse verrechnet werden?

    Nein, ist es nicht. Sie müssen die vollen Kosten der Beratung selbst zahlen und können diese auch nicht für eine Refundierung bei der Krankenkasse einreichen. Nur Psychotherapie und Klinisch-psychologische Diagnostik kann auf Krankenschein vorgenommen werden. Auch eine teilweise Erstattung der Kosten bei psychotherapeutischen Behandlungen (WGKK: 21,80€) ist möglich. Voraussetzung dafür ist allerdings das Vorliegen einer krankheitswertigen Störung nach einer ICD-10 Diagnose.  

     

    Wenn Sie unsicher ist, ob Sie mit ihrem Anliegen bei mir richtig sind:

    Sie können Sich trotzdem telefonisch, per E-Mail oder mittels Kontaktformular an mich wenden! Ich gebe Auskunft über weitere psychosoziale Angebote im ambulanten Bereich und vermittle ggf. an eine andere Einrichtung.